Wenn die Temperaturen sinken, wird es für Eigner Zeit, ihr Sportboot oder ihre Yacht ins Winterlager zu bringen. Mit diesen zehn Tipps schützen sie es in Hallen oder Freiflächen vor Schäden.
1. Gasflaschen und Benzinkanister entfernen
Gasflaschen, Reservekanister und andere Behälter mit brennbaren Flüssigkeiten gehören während der Einlagerung nicht an Bord. Sie sollten an den dafür vorgesehenen Lagerplätzen des Winterlagers aufbewahrt werden.
2. Kraftstoffvorräte auf das Nötigste reduzieren
Der Kraftstofftank sollte nur so weit gefüllt sein, wie es für die Einlagerung und die spätere Auswinterung erforderlich ist. Weniger Kraftstoff bedeutet auch ein geringeres Gefahrenpotenzial.
3. Heiz- und Kochgeräte ausgeschaltet lassen
Heizlüfter, Kochplatten oder andere Heiz- und Kochgeräte sollten während der Winterlagerzeit nicht betrieben werden. Dadurch sinkt das Risiko von Bränden und technischen Defekten.
4. Keine offenen Flammen an Bord
Im Winterlager sollte weder geraucht werden noch offene Flammen genutzt werden. Auch Feuerarbeiten an Bord und in der Nähe des Bootes sind tabu. Das reduziert das Brandrisiko erheblich.
5. Nur schwer entflammbare Planen verwenden
Für die Winterabdeckung sind schwer entflammbare Planen die beste Wahl. Sie können die Ausbreitung eines möglichen Brandes deutlich erschweren.
6. Vorsicht bei Schleif-, Lackier- und Schweißarbeiten
Winterzeit ist Reparaturzeit: Wer im Winterlager Wartungsarbeiten durchführen möchte, sollte besonders bei Schleif-, Spritz-, Schweiß- oder Laminierarbeiten vorsichtig sein. Solche Arbeiten sollten möglichst nicht in der Lagerhalle erfolgen oder nur nach Absprache mit dem Betreiber durchgeführt werden.
7. Lithium-Ionen-Akkus möglichst ausbauen
Tragbare Lithium-Ionen-Batterien, etwa aus E-Bikes, Elektromotoren oder elektronischen Geräten, sollten nicht an Bord überwintern. Lagern Sie die Akkus gemäß den Herstellervorgaben und schützen Sie die Pole vor Kurzschlüssen.
8. Batterien nur kontrolliert laden
Müssen Lithium-Ionen-Batterien während des Winters geladen werden, sollte dies nur zur Batteriepflege erfolgen. Nutzen Sie ausschließlich die vorgesehenen Ladegeräte, laden Sie auf einer nicht brennbaren Unterlage und lassen Sie Akku und Ladegerät nicht abgedeckt zurück.
9. Wertgegenstände von Bord nehmen
Elektronische Geräte, nautische Instrumente, mobile Navigationstechnik und persönliche Gegenstände sollten nach Möglichkeit nicht an Bord verbleiben.. Das verringert das Diebstahlrisiko und schützt empfindliche Technik vor Feuchtigkeit.
10. Außenborder zusätzlich sichern
Bleiben Außenbordmotoren im Winterlager am Boot, sollten sie mit geeigneten Schlössern oder Sicherungen gegen Diebstahl geschützt werden.
Eine Versicherung für alle Fälle
Brandschäden, Diebstahl oder Vandalismus sind auch während der Zeit im Winterlager über eine Wassersportkaskoversicherung abgedeckt. Bei ihr handelt es sich um eine sogenannte Allgefahrendeckung. Das bedeutet, dass der Versicherer alle Schäden übernimmt – ganz gleich, ob sie durch Wassereinbruch, Kollision, Sturm oder Fehler beim Transport entstanden sind. Eine Kaskoversicherung ist für Boote gesetzlich nicht vorgeschrieben. Angesichts des Wertes einer Yacht oder eines Sportbootes ist eine Versicherung jedoch üblich.






